Dissoziative Amnesie

Im Hochstress des Traumas kommt es zu einer Überforderung der integrativen und Gedächtnisfunktionen des Gehirns, so dass das Erlebte oftmals nicht oder nur bruchstückhaft gespeichert werden kann. Die Folge können Erinnerungslücken – sogenannte „Blackouts“ – größeren oder geringeren Ausmaßes sein. Bei einzelnen Traumatisierungen kann es vorkommen, dass Teile des Ereignisses bis hin zum gesamten Geschehen nicht mehr erinnerlich sind. Bei wiederholten oder langanhaltenden Traumatisierungen, insbesondere wenn diese sich während der Kindheit ereignet haben, fehlt die Erinnerung häufig über sehr lange Zeiträume, zum Teil sogar über Jahre hinweg. Die dissoziative Amnesie erfüllt hier ebenfalls eine Schutzfunktion, indem sie die Psyche vor einer neuerlichen Konfrontation mit den belastenden Erlebnissen bewahrt.

Einige Betroffene berichten auch von sogenannten Alltagsamnesien, die ausgelöst durch kleinere oder größere Belastungen oder auch spontan im täglichen Leben auftreten können. Hierbei handelt es sich um ein chronifiziertes Traumafolgesymptom, das häufig eine Folge besonders schwerer oder wiederholter Traumatisierungen im Kindes- und Jugendalter ist.

 

Weitere Informationen zu dissoziativen Störungen 

Literatur zu den Folgen anhaltender kindlicher Traumatisierung 

Website des Infonetzes Dissoziation 

Medienbeiträge zu den Folgen sexueller Traumatisierung

Medienbeiträge zu den Folgen organisierter Gewalt 

 

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