Elke Kügler: Buchbesprechung zu "Kindermund" von Pola Kinski

Dipl.-Psych. Elke Kügler hat zu Pola Kinskis Buch "Kindermund" eine Buchbesprechung in "Trauma & Gewalt", dem Organ der DeGPT e.V., verfasst: 

Trauma & Gewalt, Heft 03, August 2013

Im Januar 2013 hat Pola Kinski die Autobiographie ihrer Kindheit und Jugend mit dem Titel "Kindermund" veröffentlicht. Ihr Buch wurde von Beginn an in den Medien viel diskutiert und war über längere Zeit hinweg auf der Spiegel-Bestsellerliste. Die Pressestimmen waren durchgängig positiv und voller Achtung. 

Pola Kinski wurde 1952 als erstes Kind des Schauspielers Klaus Kinski und der Sängerin Gislinde Kühbeck in Berlin geboren. Sie ist als Schauspielerin tätig. In ihrer Autobiographie erzählt sie aus ihrer Perspektive, wie es war, Tochter des berühmten und für seine Gefühls- und Wutausbrüche bekannten Schauspielers Klaus Kinski zu sein. Von ihrem 5. bis 19. Lebensjahr war sie sexualisierter Gewalt durch ihren Vater ausgesetzt. Sie beschreibt in ihrer Autobiographie, was all diese Erlebnisse mit ihr gemacht und bei ihr ausgelöst haben. 

Gewöhnlich berichten die Medien über so genannte "Missbrauchsfälle", die in der Vergangenheit passiert sind. Doch auch in der Gegenwart, also heute bzw. im Hier und Jetzt, werden Kinder und Jugendliche gequält und sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Dies wird von der Gesellschaft und Öffentlichkeit leider viel zu oft völlig ausgeblendet. Frau Kügler möchte in ihrer Besprechung auch aufzeigen, dass Frau Kinskis Beschreibung sexualisierter Gewalt bei Kindern und Jugendlichen deren Erkennen erleichtert. 

Hier der Link zur Autobiographie: Kinski, P. (2013). Kindermund. Berlin: Insel.