Alexandra Liedl, Ute Schäfer & Christine Knaevelsrud: Psychoedukation bei posttraumatischen Störungen

Dr. phil. Dipl.-Psych. Alexandra Liedl, Ute Schäfer und Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. Christine Knaevelsrud (Stellvertretende Vorsitzende der DeGPT e.V.) haben zu Psychoedukation bei posttraumatischen Störungen ein Manual für das Einzel- und Gruppensetting in der 2. Auflage veröffentlicht. Neu sind in der 2. Auflage konkrete Empfehlungen für TherapeutInnen zum Umgang mit Notfällen (z.B. akute Suizidalität) enthalten. Das auf die Praxis ausgerichtete Manual ist ein MUSS für den Einsatz in vielfältigen Settings, von psychotherapeutischen Einzel-, Gemeinschafts- und Lehrpraxen, Beratungsstellen, Hochschulambulanzen bis hin zu psychiatrischen und psychosomatischen (Fach-)Kliniken. Hervorzuheben ist, dass die profunden Erfahrungen und die umfassende Expertise der drei Autorinnen in das Manual eingeflossen sind. Das Manual bietet verschiedenen Berufsgruppen, u. a. PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, ÄrztInnen oder TraumapädagogInnen, konkrete und präzise Hilfestellungen, Anregungen, Lösungsmöglichkeiten und Unterstützung in der klinischen Arbeit mit Menschen mit Traumatisierungen. 

Liedl, A., Schäfer, U., & Knaevelsrud, C. (2013). Psychoedukation bei posttraumatischen Störungen. Manual für Einzel- und Gruppensetting (2. Auflage). Stuttgart: Schattauer. 

Finden Sie hier weitere Informationen und eine Leseprobe: Psychoedukation bei posttraumatischen Störungen

Das Behandlungsmanual hat folgendes oberstes Ziel: TherapeutInnen sollen ihren TraumapatientInnen Hilfe zur Selbsthilfe geben können. Die psychischen Folgen von traumatischen Erlebnissen stellen Betroffene und ihre Angehörigen oftmals vor große Herausforderungen. Psychoedukation kann hierbei eine enorme Hilfe und Unterstützung sein. Das Behandlungsmanual verhilft einerseits TherapeutInnen, Betroffene fundiert, klar und präzise über Traumafolgestörungen aufzuklären. Andererseits ermöglicht es TherapeutInnen, ihren PatientInnen konkrete Hilfestellungen zur Alltagsbewältigung zu geben. 

Nach einer Einführung in die Thematik der Psychoedukation und deren Möglichkeiten und Grenzen werden Formen traumatischer Ereignisse und deren Folgen dargestellt. Anschließend vermitteln die Autorinnen die Grundlangen des Manuals sowie den Umgang mit dem Manual. Zu verschiedenen formalen (z.B. Übungen werden nicht ausgeführt) und inhaltlichen (z.B. Schweigen der PatientInnen) therapeutischen Herausforderungen werden Lösungsmöglichkeiten vorgeschlagen. TherapeutInnen finden in der 2. Auflage nun neu zusätzlich konkrete Hilfestellungen zu möglichen Notfällen bei ihren PatientInnen (Suizidailität, Instrusionen und Flashbacks). Im eigentlichen Manual decken 15 Sitzungen jeweils eine Folgeerscheinung von Traumata ab, z.B. Depression, Schlafstörungen, Angst oder Aggressionen. Zwei Zusatzmodule widmen sich dem Thema "Trauer" und der Integration traumatischer Erfahrungen. Jeder der 15 Module enthält Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Formulierungsbeispiele sowie konkrete Hilfestellungen für TherapeutInnen. In einem Exkurs werden die Rahmenbedingungen der therapeutischen Arbeit im interkulturellen Kontext erörtert. Im Anhang sind hilfreiche Achtsamkeits- und Entspannungsübungen, die TherapeutInnen mit ihren PatientInnen durchführen können, zu finden.