DeGPT Statement zur Unwetterkatastrophe in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Die Unwetterkatastrophe hat viele Gemeinden in Deutschland hart getroffen. Dabei sind zahlreiche Menschen ums Leben gekommen, unzählige Personen werden noch immer vermisst. Viele haben nahestehende Menschen verloren, oder wissen noch immer nicht über den Verbleib dieser Personen. Zahlreiche Menschen haben durch Flut, Regen und Landsturz von einem Tag auf den anderen ihre Lebensgrundlage verloren und Bedrohung ihres eigenen Lebens oder das von anderen erfahren müssen. Auch in den benachbarten Ländern, darunter in Österreich und in der Schweiz kämpfen zahlreiche Menschen mit den verheerenden Unwetterfolgen. Die DeGPT spricht hiermit allen Betroffenen ihre tiefe Anteilnahme aus.

In den ersten Stunden und Tagen nach einem solchen potentiell traumatischen Erlebnis berichten traumatisierte Personen oft über Symptome von akutem Stress, Hilflosigkeit, Kontrollverlust und Angst. Einige entwickeln länger andauernde, oft chronische Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Menschen, die einer traumatisierten Person nahe stehen, fühlen sich häufig verunsichert und fragen sich, wie sie ihre Angehörigen am besten unterstützen können. Hier ist in der ersten Phase vor allem konkrete Unterstützung wichtig, sei dies materiell oder psychisch, durch Angebote zum Austausch und des Kontakts ohne Erwartungen und Befürchtungen. Soziale Unterstützung kann der Entstehung traumabedingter Folgestörungen entgegenwirken. Auch praktische und materielle Unterstützung ist zur Sicherung der Grundbedürfnisse und der Erholung von einem solchen Ereignis relevant. Bereits jetzt sind die Aufräumarbeiten der Bewohner in vollem Gange. Rettungskräfte helfen bei den Einsätzen und die Solidarität ist groß.

Hier sind nicht zuletzt die Zusagen der Bundesregierungen der jeweiligen Länder relevant und nötig, um schnelle und unbürokratische Hilfe für die Betroffenen sicherzustellen.

In der akuten Situation können Betroffene die vielfältigen Angebote der psychosozialen Notfallversorgung in Anspruch nehmen, die über die jeweiligen Leitstellen/Rettungsleitstellen zu erreichen sind. Eine Übersicht über die Dienste der psychosozialen Notfallversorgung in Deutschland, Österreich und der Schweiz findet man hier

Gerne möchten wir den Kontakt des Opferbeauftragten der Landesregierung Rheinland-Pfalz nennen. Diese Stelle organisiert und koordiniert die mittel- und langfristige Versorgung:
E-Mail: Opferbeauftragter@lsjv.rlp.de
Telefon: 06131 967 100

Hilfreiche Tipps, wie man als Angehörige/r Unterstützung bieten kann findet man hier

Allgemeine Informationen für Betroffene rund um das Thema Trauma finden sich hier