Eine klinische Studie (RCT) über den Vergleich einer kognitiven Traumatherapie mit der Dialogischen Traumatherapie bei PTSD

Butollo, W., Karl, R., König, J. & Rosner, R. (2016). A Randomized Controlled Clinical Trial of Dialogical Exposure Therapy versus Cognitive Processing Therapy for Adult Outpatients Suffering from PTSD after Type I Trauma in Adulthood. Psychother Psychosom; 85:16-26 (DOI:10.1159/000440726)

In dieser Studie wurden zwei Therapieverfahren, die kognitive Traumatherapie (cognitive processing therapy, CPT) mit der Dialogischen Traumatherapie (dialogical exposure therapy, DET) verglichen, vor dem Hintergrund, dass es im Bereich der Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung wenig Befundlage zu Verfahren gibt, die nicht aus dem Bereich der kognitive-verhaltenstherapeutischen Methoden stammen. 141 Patienten (Erwachsene) mit einer PTSD Diagnose wurden randomisiert einer der beiden Therapieverfahren zugeordnet (max. 24 Sitzungen bei flexibler Therapiedauer), die sich beide als wirksam erwiesen. Es zeigte sich in beiden Gruppen eine starke Symptomreduktion (Impact of Event Scale – Revised), die im Wesentlichen auch im Follow-up nach sechs Monaten nachgewiesen werden konnte. Die Drop-out Raten wurden mit 12.2% in der DET-Gruppe und 14,9% in der KPT Gruppe angegeben. Nach der Behandlung (post-treatment) schnitt CPT bezogen auf Symptom- und Kognitionswerten statistisch besser ab, als DET. Jüngere Patienten profitierten in mehreren Bereichen mehr von CPT als ältere Patienten. Für DET zeigte sich kein Alterseffekt. Weitere Forschung sollte zeigen,  inwieweit Dialogische Traumatherapie eine Alternative für die Behandlung von PTSD sein könnte.

Hier gelangen Sie zur Studie:

https://www.karger.com/Article/Abstract/440726