Effect of cognitive-behavioral couple therapy for PTSD: A randomized controlled trial

Monson, C. M., Fredman, S. J., Macdonald, A., Pukay-Martin, N. D., Resick, P. A., & Schnurr, P. P. (2012). JAMA, 308 (7), 700-709. doi: 10.1001/jama.2012.9307.

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) wird mit Problemen in intimen Beziehungen in Verbindung gebracht und Faktoren einer intimen Beziehung beeinflussen wiederum Therapieergebnisse. Monson et al. untersuchten die Wirksamkeit einer Paartherapie für PatientInnen mit PTBS und deren wichtigsten Bezugspersonen. DIe Paartherapie besteht aus 15 Sitzungen und soll einerseits PTBS-Symptome verringern und andererseits die Beziehungszufriedenheit erhöhen.

20 hetero- und homosexuelle Paare wurden in dieser randomisierten Studie einer gemeinsamen Therapie unterzogen, bei der ein/e PartnerIn PTBS hatte. 20 weitere Paare bildeten die Wartelistenkontrollgruppe. Während die PTBS-Symptome mit der Clinical-Administered PTSD Scale gemessen wurden, erfolgte die Erhebung der Beziehungszufriedenheit mit der Dyadic Adjustment Scale.

Sowohl die Schwere der PTBS-Symptomatik als auch die Beziehungszufriedenheit verbesserten sich signifikant durch die Paartherapie im Vergleich zur Wartelistenkontrollgruppe. Die Therapieeffekte zeigten sich auch bei einer Follow-up Untersuchung nach 3 Monaten.

In Paarbeziehungen, bei denen ein/e PartnerIn PTBS hat, kann eine spezifische Paartherapie die PTBS-Symtomatik und Beziehungszufriedenheit entscheidend verbessern.