Nicht näher bezeichnete dissoziative Störung (DDNOS)

Die DDNOS fasst unterschiedliche dissoziative Erscheinungsformen unter einer gemeinsamen Bezeichnung zusammen. Typische dissoziative Beschwerden einer DDNOS können sein: 

Typ I: Das Vorhandensein unterschiedlicher Persönlichkeitsanteile, die jedoch nicht vollständig abgegrenzt sind oder für deren Handeln keine klinisch relevante Amnesie vorliegt. Das Beschwerdebild unterscheidet sich in diesen Punkten von der dissoziativen Identitätsstörung. 

Typ 2: Wiederholte Derealisation ohne Depersonalisation. 

Typ 3: Dissoziative Zustände als Folge anhaltender schwerer repressiver Maßnahmen zur Erzwingung der Veränderung persönlicher Überzeugungen (umgangssprachlich "Gehirnwäsche"). 

Typ 4: Episoden reduzierten Bewusstseins in Bezug auf die Umgebung oder stereotypes (d. h. monotones, wie automatisiertes) Verhalten bzw. Bewegungen, die als nicht willkürlich steuerbar erlebt werden. Bei Beschwerden dieser Art spricht man auch von einer dissoziativen Trancestörung. 

Typ 5: Zustände von physischer Erstarrung bei gleichzeitiger Unfähigkeit auf äußere Reize zu reagieren (Stupor) bis hin zu Bewusstseinsverlust oder Koma. 

Typ 6: Auf gestellte Fragen wird knapp vorbeigeantwortet. Die Frage wird zunächst verstanden und innerhalb der richtigen Antwortrubrik beantwortet, die Antwort selbst ist jedoch nicht zutreffend (z. B. "Welche Farbe hat der Himmel?" – "Grün". "1 + 4?" – "6").

Weitere Informationen zu dissoziativen Störungen 

Literatur zu den Folgen anhaltender kindlicher Traumatisierung 

Website des Infonetzes Dissoziation 

Medienbeiträge zu den Folgen sexueller Traumatisierung

Medienbeiträge zu den Folgen organisierter Gewalt 

 

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