AG Reviktimisierung

In den vergangenen Jahren sind mehrere einflussreiche wissenschaftliche Studien erschienen, die ein deutlich erhöhtes Risiko für eine interpersonelle Traumatisierung im Erwachsenenalter bei jenen Menschen belegen, welche bereits in der Kindheit interpersonelle Traumatisierungen erlitten haben.

Während dieses Phänomen sowohl wissenschaftlich als auch klinisch gut dokumentiert ist, sind die Ursachen für diese signifikante Erhöhung des Traumatisierungsrisikos bisher stark unterbeleuchtet. Neben einigen theoretischen Ansätzen gibt es zwar mittlerweile auch eine Reihe von Studien, die spezielle Risikofaktoren identifizieren konnten, aber bisher wurde kein umfassendes Modell der Reviktimisierung entwickelt und getestet.

Die neu gegründete Arbeitsgemeinschaft innerhalb der DeGPT soll dies voranbringen, indem sie eine stetige, themengeleitete Zusammenarbeit zwischen KlinikerInnen und WissenschaftlerInnen ermöglicht. Dabei sollen sowohl die Erfahrungen der KlinikerInnen zu einer Erweiterung des theoretischen Modells zusammengetragen werden als auch im Rahmen mehrerer wissenschaftlicher Studien überprüft werden. Langfristiges Ziel der AG ist es, einen Leitfaden für den therapeutischen Umgang mit spezifischen Risikofaktoren für eine Reviktimisierung im Rahmen der Traumatherapie zu erarbeiten, welcher auf empirischen Fakten gründet und klinisch validiert ist.

Ansprechpartnerin:

Dr. Judith Daniels

Associate Professor | Rosalind Franklin

Fellow

University of Groningen 

Grote Kruisstraat 2/1, 9712 TS Groningen, The Netherlands

T +31 (0)50 363 64 79

Email: J.K.Daniels@rug.nl