
Aktuelles
Als wissenschaftliche Fachgesellschaft greifen wir aktuelle und wichtige Themen im Kontext der Psychotraumatologie auf und fassen Wichtiges hier zusammen.
Nachfolgend sind Veranstaltungen und Veröffentlichungen von anderen Fachgesellschaften, Wissenschaftler:innen und Praktiker:innen aufgeführt.
Keynote Speakers, Preconference Workshops, Tagungsfest, Stipendien und vieles mehr
Rassismus, Diskriminierung und gesellschaftliche Ungleichheit sind tief in sozialen Strukturen verankert und haben weitreichende Auswirkungen auf die psychische Gesundheit betroffener Menschen. Traumatisierungen entstehen nicht nur durch individuelle Erlebnisse, sondern auch durch strukturelle Gewalt, soziale Ausschlüsse und Diskriminierungserfahrungen. In der Psychotraumatologie gewinnen intersektionale Perspektiven zunehmend an Bedeutung, da sie die Verwobenheit verschiedener Diskriminierungsformen sowie ihre traumatisierenden Effekte und psychischen Folgen in den Blick nehmen.
Wie beeinflussen strukturelle und interpersonelle Diskriminierung die Entstehung und Aufrechterhaltung von Traumafolgestörungen? Welche Rolle spielen gesellschaftliche Machtverhältnisse für die Wahrnehmung und Behandlung von Traumata und ihren psychischen Folgen? Wie kann im therapeutischen Prozess angemessen auf diese Dynamiken eingegangen werden?
Mit dieser Jahrestagung möchten wir die komplexen Zusammenhänge zwischen Diskriminierung, Trauma und gesellschaftlicher Ungleichheit aus einer intersektionalen Perspektive beleuchten. Die Jahrestagung bietet Raum für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis, um psychotraumatologische Versorgung, Forschung und gesellschaftspolitische Ansätze miteinander zu verknüpfen. Wir laden Sie herzlich ein, diese vielschichtigen Themen im März 2026 in Berlin mit uns zu erkunden und gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln.
Tagungsort: Charité Campus Virchow-Klinikum
Tagungsleitung:
Prof. Dr. Maria Böttche
E-Mental Health und Transkulturelle Psychologie, Freie Universität Berlin
Tolou Maslahati
Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin Charité - Universitätsmedizin Berlin
Im Dezember 2024 haben wir unsere Mitglieder eingeladen an einer Befragung teilzunehmen, um ihre Meinungen, Erfahrungen und Wünsche an die DeGPT besser zu verstehen. Ziel der Umfrage war es, zu erfahren, welche Bedürfnisse und berufliche Belastungen unsere Mitglieder haben, welche Themen unseren Mitgliedern besonders wichtig sind und wo wir uns künftig noch verbessern können.
Wir freuen uns über die Beteiligung von 330 Mitgliedern (davon 54 % Psychologische Psychotherapeut:innen; 26 % Ärzte:innen; 4 % Sozialarbeiter:innen; 2 % Erziehungswissenschaftler:innen; 9 % Sonstige) und das damit verbundene Interesse, unsere Fachgesellschaft aktiv mitzugestalten. Die Graphik zeigt die soziodemographischen Daten der Befragten. 88% der Teilnehmer:innen sind im ambulanten Bereich tätig.

Im Folgenden präsentieren wir die zentralen Ergebnisse der Befragung und danken herzlich allen, die sich Zeit genommen und mitgemacht haben – Ihre Rückmeldungen sind ein wichtiger Beitrag für die Weiterentwicklung der DeGPT!
Die Zufriedenheit mit den Angeboten der DeGPT, wie z.B. Jahrestagung, Homepage und Newsletter, war überwiegend hoch. Es wurde jedoch auch deutlich, dass vielen Teilnehmer:innen einzelne Angebote, wie z.B die Q & A’s auf der Homepage, die Arbeitsgruppen, sowie die Nachwuchsförderprogramme noch nicht bekannt sind. Das ist ein wichtiger Hinweis für uns. Wir werden wir zukünftig versuchen, breiter über unsere Aktivitäten zu informieren. Besonders relevant war für uns Ihr Interesse an zusätzlichen Angeboten durch die DeGPT. Hierbei wünschten sich die meisten (84%) praktische Fortbildungsangebote. Mit der Organisation von praxisnahen Onlineveranstaltungen für unsere Mitglieder z.B. zum Thema „Wege des Umgangs mit einer Bedrohung in der therapeutischen Praxis“ haben wir bereits begonnen dies umzusetzen. Die vielen Anmeldungen und positiven Rückmeldungen haben gezeigt, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind, sodass wir Ihnen zukünftig weitere Fortbildungsangebote dieser Art anbieten möchten. Darüber hinaus wurde angeregt, Handreichungen zu bestimmten Themen der Psychotraumatologie (von 74% der Befragten angegeben) zur Verfügung zu stellen, sowie Angebote der regionalen Vernetzung (von 52% der Befragten angegeben) zu schaffen. Wir greifen diese Idee gerne auf und arbeiten im Vorstand bereits an der Umsetzung.
Erfreulich war für uns die Information, dass die meisten der Befragten bereits eines unserer Curricula (mehrheitlich Spezielle Psychotraumatologie, 68%) absolviert haben.
Besonders spannend erscheinen uns auch die Ergebnisse der Befragung zum Besuch der Jahrestagung, da wir uns im Rahmen einer Vorstandsarbeitsgruppe gerade intensiv mit der Überarbeitung des Tageskonzepts befassen. Nur 16% der Befragten gaben an, die Tagung immer zu besuchen. Weitere 32% sind manchmal auf der Tagung zu Gast. Umgekehrt bedeutet das, dass über 50% der Befragten die Tagung selten oder nie besuchen. Als häufigste Gründe für den Tagesbesuch wurden „sozialer Austausch“, „praktischer Austausch“ und „praktische Erkenntnis“ genannt. Die häufigsten Hindernisse waren ein zu hoher Zeitaufwand, der Ausfall von Patient:innenbehandlungen und damit verbunden das Kosten-Nutzen-Verhältnis. Als weitere Barrieren wurden terminliche Überschneidungen mit anderen Kongressen und die schwierige Erreichbarkeit des Kongressortes genannt. Wir werden versuchen, diese Punkte zukünftig bei der Planung der Jahrestagung noch intensiver zu berücksichtigen.
Da die Befragung in enger Zusammenarbeit mit der AG Ambulante Versorgung durchgeführt wurde, hat sich ein ergänzender Teil der Fragen mit diesem Themengebiet beschäftigt. Die nachfolgenden Ergebnisse beziehen sich auf den Datensatz der Befragten (N = 258), die angeben haben, ambulant tätig zu sein und auch am zweiten Teil der Befragung teilnahmen. Als durchschnittliche Anzahl von Behandlungsstunden pro Woche wurden 21 (SD = 10) angegeben, wovon durchschnittlich 11 (SD = 7) Patient:innen mit Traumafolgestörungen behandelt wurden. Im Durchschnitt gaben die Therapeut:innen an, 4 (SD=4) Anfragen von Patient:innen mit Traumafolgestörungen pro Woche ablehnen zu müssen. Der häufigste Grund für die Ablehnung waren fehlende Kapazitäten. Aber auch organisatorische Hindernisse, sprachliche Barrieren, erforderliche stationäre Aufenthalte und eine zu hohe Komplexität der Fälle wurden angeführt.

42% der Befragten gaben an, eine Warteliste zu führen. Als durchschnittliche Wartezeit für die Aufnahme einer Traumatherapie wurden 9,6 (SD =7,9) Monate angegeben. Die Angeben schwankten dabei von 0 bis 50 Monaten. Die Antworten zu der persönlichen Einschätzung welche Gründe für die schlechte Versorgung verantwortlich sind, wurden von uns in folgenden Kategorien zusammengefasst: Mangel an fachlich qualifizierten Therapeut:innen und Behandlungskapazitäten (97 Nennungen), das Gesundheitssystem (z.B. Finanzierung, administrativer Aufwand und Mangel an Kassensitzen, 59 Nennungen) und Umstände, die zur Belastung und Überforderungen bei Therapeut:innen führen (z.B. Angst, Vorurteile und mangelnde Fachkompetenz, 31 Nennungen). Weitere genannte Gründe für die unzureichende Versorgung bezogen sich auf den Aufwand bei diesen Behandlungen im Hinblick auf deren Dauer und Komplexität (29 Nennungen).
Erfreulich war für uns zu sehen, dass nur sehr wenige Befragte sich in den letzten 3 Monaten häufig oder ständig (ca.14%) durch die Arbeit mit Patient:innen mit Traumafolgestörungen belastet fühlten und ein Großteil nie, selten oder nur manchmal (zusammen 86%) Belastungen im Kontext der Traumtherapie erlebten. Möglicherweise erklärt sich dies durch die häufige Nutzung von Intervision (83%), Einzel- (53%) und Gruppensupervision (44%) durch die Befragten, oder durch die in einem der Curricula erworbenen Expertise. Ein zusätzlicher Bedarf an Intervision oder Supervision wurde von nur sehr wenigen Befragten (jeweils unter 10%) genannt.

Die erhobenen Daten liefern uns aufschlussreiche Information darüber, wie die Mitglieder die Aktivitäten der DeGPT wahrnehmen, was sie von der Fachgesellschaft erwarten. Darüber hinaus konnten wir Informationen darüber sammeln, wie die Befragten ihre eigene Arbeit mit Betroffenen erleben, gestalten und die allgemeine Versorgungssituation für traumatisierte Menschen einschätzen. Die Ergebnisse helfen uns dabei, unsere Arbeit in der Geschäftsstelle und im Vorstand der DeGPT zu verbessern. Vielen Dank für Ihre Teilnahme an der Befragung.
Wir haben Kenntnis erhalten, dass der Fonds sexueller Missbrauch abgewickelt werden soll:
Wir möchten nachdrücklich auf die Wichtigkeit hinweisen, dass Betroffene Hilfe und finanzielle Unterstützung erhalten. Der Gesetzgeber ist hier in der Pflicht, den Fonds in ein gesetzlich geregeltes Verfahren zu überführen, das sicherstellt, dass Betroffene weiterhin die finanziellen Mittel erhalten, die bisher über den Fonds geregelt wurden.
Datum: 19. bis 21. März 2026
Ort: Berlin
Veranstalter: Jahrestagung der DeGPT
Datum: 22. bis 25. April 2026
Ort: Würzburg
Veranstalter: DGKJP - Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie
Datum: 27. Februar bis 09. Mai 2027
Ort: Berlin
Veranstalter: Traumaambulanz Berlin
Datum: 06. Juni 2026
Ort: Universität Zürich, Hauptgebäude KOL, Rämistrasse 71, 8006 Zürich
Stiftung Ankerland Trauma-Therapiezentrum gGmbH
- Hilfe für traumatisierte Kinder & Jugendliche -
Löwenstraße 60, 20251 Hamburg
Universität Insbruck
Kinderschutzbund Köln
Integrierte Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland ipw
Integrierte Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland ipw
Ambulatorium für Traumafolgestörungen, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich
Thurgauerstrasse 80, 8050 Zürich
Psychiatrische Dienste Aargau (PDAG.ch)
Klinik St. Irmingard
Klinik St. Irmingard
Klinik St. Irmingard
Rehabilitationsklinik im Montafon Betriebs-GmbH | Wagenweg 4a | 6780 Schruns
Ankerland Trauma-Therapiezentrum gGmbH, 20251 Hamburg
Klinik am Waldschlößchen, Fachklinik für Psychosomatische Medizin, Zentrum für Psychotraumatherapie GmbH
Dresden